Anwendungssoftwares für Roboter

Jeder Roboter ist mit einer auf der Programmiertastatur installierten Software („Anwendung“ genannt) versehen. Diese Anwendung ermöglicht:

  • Das Generieren und Verwalten einer Modelldatenbasis (Generieren, Ändern, Löschen, Kopieren)
  • Für jedes Modell die Positionen für Entnahme, Ablage oder andere Positionen auf der Arbeitsbahn sowie Zahlen-, Text-und Binärinformationen (ja/nein) zu definieren
  • Jede dieser Informationen kennzeichnet das Modell und bleibt ihm zugeordnet, um die Zeiten für das Setup von bereits generierten Modellen zu minimieren

Die Anwendung interagiert mit der Robotersoftware und filtert und formuliert die vom Bediener kommenden Informationen neu, damit der Bediener alle und allein die wesentlichen Daten für den Anlagenbetrieb unter Kontrolle halten kann, ohne alle Details über das native Betriebssystem des Roboters zu kennen. Auf alle Fälle ist es möglich, mit nur einer Taste von der „Anwendungsumgebung“ auf die „Roboterumgebung“ zu wechseln, um auf alle vom Hersteller zur Verfügung gestellten Funktionen zuzugreifen.

Die Anwendung hat außerdem einen Bereich für die Alarmverwaltung und einen Bereich für die programmierte Wartung: Für jeden im Bedienungshandbuch vorgesehenen Wartungseingriff können eine Beschreibung und die Anzahl der fehlenden Stunden bis zur nächsten empfohlenen Kontrolle angezeigt werden. Auf diese Weise haben Sie auf einen Blick eine Übersicht über den „Gesundheitszustand“ des Roboters und laufen nicht Gefahr, die ordentliche periodische Wartung zu vergessen.

Für die gebräuchlichsten Anwendungen ist allein die Anwendungssoftware für die Verwaltung aller Artikel ausreichend, insbesondere handelt es sich um die Zyklen, in denen der Roboter ähnliche Wege absolviert und sich nur die Anfangs- und Endposition und wenige andere Details ändern (wie zum Beispiel die Richtung für Annäherung und Ausgang aus der bedienten Maschine).

In diesen Fällen kann der Roboter verwendet werden, ohne dass in die Details der Roboterprogrammierung gegangen wird. Diese Art der Programmierung wird „gesteuert“genannt und alle Informationen werden dem Roboter auf grafische und intuitive Weise geliefert.

Bei anderen Anwendungen hingegen muss der Roboter komplexere, zum Beispiel von Modell zu Modell unterschiedliche Wege absolvieren. In solchen Fällen ist es vorzuziehen, die native Programmiersprache des Roboters zu verwenden: Auf diese Weise kann das volle Potential des Roboters in Bezug auf Steuerungsbefehle und Logik genutzt werden. Diese Art der Programmierung wird „frei“ genannt.

Es ist möglich, beide Systeme auf demselben Roboter installiert zu haben und bei jedem Modell zu entscheiden, entweder die vordefinierte Struktur der „gesteuerten“ Programmierung oder für mehr Bewegungsfreiheit die „freie“ Programmierung anzuwenden.